Markt Gars a. Inn
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Der Markt Gars liegt auf dem Rücken der gewaltigen Endmoränen, die am Ende der letzten Eiszeit der ganzen Umgebung ihr besonderes Gepräge gegeben haben. Zusätzlich hat der Inn eine geradezu klassische Landschaft von Terrassen gestaltet, auf deren schönster Terrasse sich hoch über dem linken Flußufer Gars erhebt. Uraltes Land, schon zu Römerzeit. Der keltisch-illyrische Name 'Garoz' deutet sogar auf eine Siedlung in den letzten Jahrhunderten vor Christus hin. Zweifellos verdankt Gars der günstigen Lage am Inn seine Entstehung.

Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals im Jahre 764 n. Chr., als der Presbyter Boso mit Erlaubnis des Bayernherzogs Tassilo III. auf der Anhöhe über dem Inn nahe dem Fischerdorf Gars ein Kloster gründete, das jedoch im 9. Jahrhundert wieder verfiel. Erst die Augustiner erweckten es 1130 zu neuem Leben. Im Mittelalter erlebten dann Kloster und Ort, der im 12. Jhr. das Marktrecht erlangt hatte, ihre Blütezeit. Durch die rege Innschifffahrt gedieh der Getreidehandel, das handwerk erreichte seinen Höhepunkt, und das Kloster entwickelte sich zum beherrschenden kirchlichen Mittelpunkt der Umgebung. DAs Augustiner-Chorherrenstift brachte zudem bedeutende Schriftsteller und Wissenschaftler hervor. In diese Zeit fiel auch die Einweihung der 1668 von Probst Athanasius Peitlhauser erbauten Kirche. neben den Epitaphien des Schloßherrn von Hampersberg und des Jörg Fraunberger von Haag rechts des Haupteingangs ist am Südturm heute noch ein Relief zu sehen, das auf die Zeit der ersten Kirche in Gars zurückgeht. Die Krypta unter dem Mittelgang stammt aus derselben zeit. In ihrer heutigen Ausstattung ist die barocke Kirche sehr sehenswert.

Ende des 18. Jhr. ging es deutlich abwärts mit Markt und Kloster. Nach drei schweren Bränden verlor der Markt zuerst die Berechtigung zum Getreidehandel, schließlich folgte 1803 die Säkularisation. Erst 50 Jahre später wurden die Grundstücke und Gebäude von den Redemptoristen aufgekauft und wieder als Kloster benutzt, das sich im Laufe der Zeit durch rege Missions- und Lehrtätigkeit auszeichnete.

Auch heute noch wird das Redemptoristenkloster seiner Aufgabe als Kulturträger gerecht: Es beherbergt in seinen Räumen das Institut für Lehrerfortbildung in BAyern, das von der Ordenshochschule der Redemptoristen getragen wird, ein seit 1972 verstaatlichtes Gymnasium mit Tagesheimschule und Internat sowie mehrerer Lehrlingswerktstätten. Zusammen mit der 1976 neu erbauten modernen Hauptschule mit Lehrschwimmbecken und Dreifachsporthalle sowie der Grundschule besitzt Gars somit drei überörtliche Bildungseinrichtungen. Außerdem kann der Ort mit einem katholischen Kindergarten und einer Gemeindebücherei mit vielfältigem Bücherangebot aufwarten.

Die Funktion des Ortes wurde noch gefestigt, als bereits 1971, also noch vor der eigentlichen Gemeinde-Gebietsreform, die Zusammenlegung der Gemeinden Gars, Au, Mittergars und Lengmoos zum heutigen Markt Gars erfolgte. Dieses kommunale Gebilde mit einer Gesamtfläche von ca. 43 Quadratkilometern und insgesamt ca. 4000 Einwohnern bildet zusätzlich eine Verwaltungsgemeinschaft mit der angrenzenden Gemeinde Unterreit. Somit ist Gars heute ein Kleinzentrum.

 

 

Blick auf Gars a. Inn

 

 

 

Marktplatz von Gars a. Inn


Öffnungszeiten:

 

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Informationen

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